| Zum Tod von Kardinal Sterzinsky |
| Geschrieben von: P. Hans-Georg Löffler, ofm |
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Liebe Schwestern und Brüder,
zwei Nachrichten haben in dieser Woche das Leben unseres Erzbistums bewegt. Die Nachricht vom Tod unseres Alt-Erzbischofs Kardinal Sterzinsky – und die Veröffentlichung des Namens des neuen Erzbischofs von Berlin.
Zum Tod Kardinal Sterzinskis schreibt Diözesanadministrator Weihbischof Matthias Heinrich:
Das Wirken Kardinals Sterzinskys wurde schon an vielen Stellen, auch in den Medien gewürdigt. Es ist interessant, wie ein Mensch nach seinem Ableben gesehen wird – für welche Dienste, für welches Engagement jemand geschätzt wird. Auch bei Kardinal Sterzinsky kamen in den Berichten Seiten auf, die im normalen Alltag eher weniger bewusst waren, sein Einsatz für Migranten zum Beispiel oder sein Einsatz für die Ökumene. Ein nicht leicht zu nehmender Mensch, manchmal schwierig im Umgang, scheu; sehr geprägt von seiner Kindheit, Kriegs- und Nachkriegserfahrungen; er hatte nicht allein durch die Finanzkrise des Erzbistums und die Umsetzung des Pastoralplanes 2009 einen schweren Stand in dieser Stadt; im Alter ein Mensch, so erinnere ich mich, der bemerkenswert gut mit Kindern umgehen konnte: in den Katechesen zum Diözesan-Erstkommunionkindertag in St. Ludwig, zu dem er vor fünf Jahren zum ersten mal eingeladen hatte – und zu dem er jedes Jahr wieder kam – ging er ganz schlicht auf die Kinder ein und es war ihm eine sichtbare Freude, diese Katechesen mit den Kindern zu halten und unter den Menschen zu sein. In der Lesung haben wir gehört: Das ist unser christlicher Glaube. Dafür ist Kardinal Sterzinsky eingetreten. Dafür hat er mit seinem ganzen Leben gestanden. Möge sich an ihm nun erfüllen, woran er geglaubt und worauf er vertraut hat.
Die zweite Nachricht, die unser Erzbistum bewegt ist die Nennung des neuen Erzbischofs von Berlin – Dr. Rainer Maria Woelki – bisher Weihbischof in Köln. Mit Dompropst Stefan Dybowski möchte ich dazu aufrufen, den neuen Erzbischof herzlich aufzunehmen. Auch hier wird in den Zeitungen schon viel dazu geschrieben und kommentiert – lassen wir ihn erst einmal ankommen, geben wir ihm die Chance, in Berlin heimisch zu werden, unser Erzbistum kennenzulernen – und begleiten wir ihn mit unseren Gebeten. Amen. |