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Predigt zum 7. Ostersonntag |
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Liebe Schwestern und Brüder, mit dem heutigen Sonntag geht der zweite Ökumenische Kirchentag in München zu Ende. Über 120 000 Christen aller Konfessionen haben sich auf den Weg gemacht - gern erinnere ich mich an die Gruppe der Fahrradpilgerinnen und -pilger aus ganz Deutschland, die von St. Ludwig aus vor 14 Tage aufgebrochen sind, um zu diesem ökumenischen Groß-ereignis zu pilgern, Gemeindemitglieder von St. Ludwig nehmen teil und in den Medien konnten wir das ein oder andere mit verfolgen. Eine Frage, die dieses große Christentreffen begleitete war: wie gehen die versammelten Christen, Laien und Bischöfe, mit der Frage des sexuellen Missbrauchs und der Gewaltan-wendung in kirchlichen Einrichtungen um.
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Hirtenbrief es Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI. an die Katholiken in Irland |
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ROM, 20. März 2010 (ZENIT.org).- Angesichts der öffentlich bekundeten Erwartung einer neuerlichen Stellungnahme von Papst Benedikt XVI. zu den traurigen und erschütternden Vorfällen von Missbrauch in vielen europäiscuen Ländern, hat das Staatssekretariat eine "eine nicht-offizielle Übersetzung" des angekündigten Hirtenbriefes an die Katholiken in Irland in sieben Sprachen ins Netz gestellt. Wir veröffentlichen die deutsche Arbeitsübersetzung des englischen Originals:
Hirtenbrief es Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI. an die Katholiken in Irland
1. Liebe Schwestern und Brüder, mit großer Sorge schreibe ich euch als Hirt der weltweiten Kirche. Wie Euch haben auch mich die Informationen über den Missbrauch an Kindern und Schutzbefohlenen durch Mitglieder der Kirche Irlands, besonders durch Priester und Ordensleute, sehr beunruhigt. Ich kann die Bestürzung und das Gefühl des Vertrauensbruchs nur teilen, das so viele von euch beim Erfahren dieser sündhaften und kriminellen Taten und der Art der Autoritäten der Kirche, damit umzugehen, erfahren haben.
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Schien es nicht so, liebe Schwestern und Brüder, dass das Interesse der weiteren Gesellschaft unseres Landes am Leben der katholischen Kirche geringer und geringer würde? Die Grundbewegung der Diskussion, die ja durchaus auch ernsthaft mit großer Sorge und Betroffenheit geführt wird, angesichts der immer größer werdenden Zahl der Übergriffe und sexuellen Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen, durch Priester, Ordensleute und ihre Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, scheint etwas anderes aus zu drücken, vielleicht für manche unerwartet oder kaum mehr erwartet: die Gesellschaft erwartet, dass diejenigen, die sich katholisch nennen, auch katholisch leben. Mit allen Konsequenzen - und sie erwarten es zu Recht!
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Liebe Schwestern und Brüder, es hat wenige Gelegenheiten gegeben, in denen ich so ratlos war, ob ich meiner Predigt das Sonntagsevangelium zugrunde legen soll oder auf die aktuelle Situation eingehen, wie sie die Kirche von Berlin, die Kirche allgemein in Deutschland, den Jesuitenorden, das Priestertum erschüttert hat durch das Bekannt werden von Missbrauchsfällen von Schülern am Berliner Canisius Kolleg und zur gleichen Zeit in einer Berliner Kirchen-gemeinde.
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2. Sonntag der Weihnachtszeit 2010 |
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Liebe Schwestern und Brüder, während wir gewohnt sind, an Weihnachten vom vordergründig sichtbaren, wenngleich nie restlos begreifbaren Erscheinen Jesu in dieser Welt zu hören - Verkündigung, Geburt, Anbetung der Hirten und der drei heiligen Könige - führt uns der Prolog des Johannesevangeliums in das Herzgeheimnis den unendlichen Gottes ein. Das im Griechischen vieldeutige Wort "logos" wird mit "Wort" übersetzt „im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort". Es steht für den Sohn Gottes, der selbst Gott ist und in diese Welt kommt, um „Mensch" zu werden, unser Bruder.
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