Erstkommunion

 

 

 

1. Was ist die „Erstkommunion“?

 

Erstkommunion oder Erste Heilige Kommunion heißt der üblicherweise festlich begangene erste Kommunionempfang der Kinder (oft kurz "Kommunion" genannt). An diesem Tag empfangen sie in der Eucharistiefeier (s.u.) zum ersten Mal den Leib Christi in der Gestalt der Hostie. Traditionell tragen die Mädchen Brautkleidern nachempfundene weiße Kleider und die Jungen dunkle Anzüge.

 

Üblicherweise wird die Erstkommunion in der Osterzeit im Rahmen einer feierlichen Messe von einem gesamten Jahrgang (normalerweise im 8. oder 9. Lebensjahr) gefeiert. Die Vorbereitung erfolgt in der Pfarrgemeinde St. Ludwig durch die Katecheten und Katechetinnen (früher wurden die Katechetinnen auch „Tischmütter“ genannt).

 

Entgegen der weitverbreiteten Vorstellung ist eine formale Erstkommunion kirchenrechtlich keineswegs vorgeschrieben; die Hinführung kann z.B. auch durch die Eltern erfolgen, die Erstkommunion kann auch in einer gewöhnlichen Messe stattfinden. Eine besondere Gemeinschaftsmesse, meistens am Weißen Sonntag, ist also lediglich ein schöner, volkstümlicher Brauch, aber keine Pflicht. [bearbeiten]

 

2. Was bedeutet „Eucharistie“?

 

Das Wort „Eucharistie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Danksagung“. Neben Taufe und Firmung zählt das Sakrament der Eucharistie zu den Sakramenten der Initiation (Einführungssakrament).

 

3. Wann hat Jesus die Eucharistie (heilige Kommunion) eingesetzt?

 

Er hat sie am Gründonnerstag eingesetzt, „in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde“: Vor seinem Leiden und Sterben hat Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl gehalten. Nachdem er seine Apostel im Abendmahlssaal versammelt hatte, nahm Jesus das Brot in seine Hände, brach es, reichte es ihnen und sprach: „NEHMET UND ESSET ALLE DAVON: DAS IST MEIN LEIB, DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.“ Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach: „NEHMET UND TRINKET ALLE DARAUS: DAS IST DER KELCH DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES, MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH UND FÜR VIELE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.“

 

Die Eucharistie ist das Opfer des Leibes und Blutes Christi. Der Herr Jesus hat die Eucharistie eingesetzt, damit das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zu seiner Wiederkunft fortdauere. So hat er seiner Kirche das Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung anvertraut. Die Eucharistie ist das Zeichen der Einheit, das Band der Liebe, das österliche Mahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und das Unterpfand des ewigen Lebens gegeben wird.

 

Die Eucharistiefeier ist somit nicht nur ein Gedächtnismahl, sondern in ihr bleibt Christus gegenwärtig. Sie bildet das Zentrum der Gemeinschaft der Kirche und ist zugleich ihre Kraftquelle.

 

4. Welche Bedeutung hat die Eucharistie im Leben der Kirche?

 

Sie ist Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. In der Eucharistie gipfelt das heiligende Handeln Gottes uns gegenüber und unsere Verehrung ihm gegenüber. Die Eucharistie enthält das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle: Christus selbst, unser Osterlamm. Die Teilnahme am göttlichen Leben und die Einheit des Volkes Gottes werden durch die Eucharistie bezeichnet und bewirkt. Durch die Eucharistiefeier vereinen wir uns schon jetzt mit der Liturgie des Himmels und nehmen das ewige Leben vorweg.

 

5. Von wem wird die Eucharistie gefeiert?

 

Die Eucharistie wird vom geweihten Priester (Bischof oder Presbyter) zelebriert, der in der Person Christi und im Namen der Kirche handelt.

 

 

6. Wie wird die Eucharistie gefeiert (Ablauf und Ritus)?

 

Die Eucharistiefeier besteht aus zwei Teilen, aus dem Wortgottesdienst (Verkündigung des Wortes Gottes) und der eucharistischen Liturgie, die aus der Darbringung von Brot und Wein, dem Hochgebet oder der Anaphora mit den Wandlungsworten und der Kommunion besteht.

 

Die wesentliche Elemente der Eucharistie sind:

  • Eröffnung: die Gläubigen (Glieder der Kirche Christi) versammeln sich vor Gott
  • Wortgottesdienst: die Gläubigen hören das Wort Gottes, so wie es in der Heiligen Schrift offenbart ist; die Gläubigen antworten darauf im Gebet der Gemeinde
  • Gabenbereitung: Brot (in Form von Hostien) und Wein werden von den Ministranten zum Altar gebracht; in der Gabenbereitung wird der Auftrag des Herrn erfüllt und das Gedächtnis seiner Selbsthingabe am Kreuz und seiner Auferstehung begangen (Meßopfer)
  • Hochgebet: Das Hochgebet (Messkanon oder Eucharistisches Gebet) ist das zentrale Ereignis der Eucharistie
  • Wandlung: im Hochgebet vollzieht sich das sakramentale Gedächtnis der Hingabe Jesu durch die Transsubstantiation, d.h. die Verwandlung der Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi und der Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes; diese Wesensverwandlung vollzieht sich durch die Wirkkraft des Wortes Christi durch das Handeln des Heiligen Geistes; die sinnlich wahrnehmbaren Merkmale von Brot und Wein bleiben jedoch unverändert
  • Kommunion: durch den Empfang des Leibes Christi erneuern die Gläubigen als Glieder am Leib Christi, der Kirche, ihre Gemeinschaft mit Christus und durch ihn untereinander; sie geben Christus Raum, dass er sie und durch sie die Welt, in der sie leben, verwandeln kann
  • Schlußsegen und Entlassung: die Feier schließt mit dem Segen und der Entlassung der versammelten Gemeinde

7. Wer kann das Sakrament der Eucharistie empfangen?

 

Um das Sakrament der Eucharistie erstmals empfangen zu können, muss der Gläubige getauft sein und normales Brot von eucharistischem Brot unterscheiden können. Zudem ist eine spezielle Vorbereitung (Katechese, Kommunionvorbereitung) notwendig.

 

8. Was ist erforderlich, um die heilige Kommunion zu empfangen?

 

Die heilige Kommunion empfangen kann jeder getaufte Christ als Glied der Kirche Christi im Stand der Gnade. Wer sich einer schweren Sünde bewusst ist, empfängt das Sakrament der Buße, bevor er die heilige Kommunion empfängt. Die Vereinigung mit Christus in der heiligen Kommunion wird durch einen Geist der Sammlung und des Gebetes gefördert.

 

9. Wie ist Jesus Christus in der Eucharistie gegenwärtig?

 

Christus ist nach dem katholischen Glauben in der Eucharistie tatsächlich, wirklich und substantiell anwesend. Unter den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein ist der ganze Christus als Gott und Mensch mit seinem Leib und seinem Blut, mit seiner Seele und seiner Gottheit in sakramentaler Weise anwesend.

 

10. Was bewirkt die heilige Kommunion?

 

Die heilige Kommunion vertieft unsere Verbundenheit mit dem Herrn Jesus Christus und mit seiner Kirche, sie bewahrt und erneuert das in der Taufe und in der Firmung erhaltene Gnadenleben und lässt uns in der Liebe zum Nächsten wachsen. Indem die heilige Kommunion uns in der Liebe stärkt, tilgt sie die lässlichen Sünden und bewahrt uns vor zukünftigen Todsünden.

 

 

 

 
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