| Die Brüder von Taizé |
Taizé ist ein kleines Dorf in Burgund (Frankreich), in dem der Schweizer Roger Schutz (geb.12.Mai1915 - +16.August2005) während des 2. Weltkrieges Flüchtlingen half. 1949 gründete er dort eine Gemeinschaft von zunächst vier Brüdern, die sich anfangs vor allem um die Kriegswaisen und deutsche Kriegsgefangene kümmerten. Fasziniert von der Mischung aus Engagement und Frömmigkeit kommen im Laufe der Jahre immer mehr Menschen nach Taizé, und immer mehr sind es Jugendliche, die dort für eine Woche mit den Brüdern mitleben. Im Mittelpunkt des Tages stehen die drei Gebetszeiten mit einfachen Gesängen, Psalmgebet, einer Schriftlesung, Stille und Fürbitten. Einfachheit, Barmherzigkeit und Freude sind drei Leitmotive der Brüdergemeinschaft, die inzwischen rund 100 evangelische, katholische und orthodoxe Brüder umfasst. Sie kommen aus allen Kontinenten. Einige leben in sozialen Brennpunkten Lateinamerikas, Afrikas, Australiens, der USA und Europas. Die Brüder von Taizé wollen "unter den Teig der gespaltenen Kirchen ein Ferment der Gemeinschaft mengen"(einen zarten Beitrag zur Ökumene). Papst Johannes XXIII. nennt Taizé einen"kleinen Frühling"; Johannes Paul II. besuchte 1986 die Gemeinschaft. Auf ihrem "Pilgerweg des Vertrauens" laden die Brüder jedes Jahr am Jahreswechsel Tausende Jugendliche zu einem Jugendtreffen in eine europäische Metropole ein. Weitere Infos siehe >>> |