Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich und man vergißt über sie alle Laster.

Martin Luther

Die Singflut ist einer der drei Chöre der Gemeinde St. Ludwig und entstand Mitte der 1980er Jahre als „Schola“, in der sich auf Initiative von P. Dietmar Brüggemann (ofm) Firmlinge und Firmhelfer zusammengefunden haben, um speziell das „Neue Geistliche Lied“ zu proben und zu Gehör zu bringen. Nach dem Weggang von P. Dietmar übernahm 1989 der Kirchenmusiker von St. Ludwig, Norbert Gembaczka, die Leitung der Gruppe, womit sich sowohl ihre personelle Zusammensetzung als auch ihre Zielrichtung veränderten.

Durch das Älterwerden der Gründungsmitglieder und den Einstieg von Studenten und Erwachsenen entwickelte sich die Singflut, wie sich der Klangkörper seit 1991 nennt, allmählich von einer jugendbewegten Gospelgruppierung zu einem offenen gemischten Chor. Standen Anfang der 90er Jahre noch der Gesang in Jugendgottesdiensten, die musikalische Gestaltung von Hochzeiten und Taufen oder Auftritte als „Comedian Harmonists“ auf Gemeindefesten auf dem Programmzettel der Singflut, so markierte das erste eigenständige Konzert in der St. Ludwig-Kirche im Mai 1994 die Wandlung des Repertoires.

Die Mitwirkung bei einer CD-Aufnahme zum Pfarrjubiläum (1997), die Konzertreise nach Münster und Hildesheim, sowie das „Liebesliederwalzer“-Konzert im Thomas-Morus-Saal (1999) sind Beispiele für die weitere Entwicklung des Chores. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Singflut durch zahlreiche eigene Konzerte einen Namen gemacht – zuletzt das Chorprojekt „Messiah“ (2007) und ein Fanny-Hensel-Konzert (2009). Aber auch bei Konzerten und Festgottesdiensten zusammen mit dem Kirchenchor St. Ludwig – u. a. das Fauré-Requiem (2004), Gounods Cecilienmesse (2005), das Mozart-Requiem (2006), Mozarts Krönungsmesse und Beethovens C-Dur-Messe (2009) hat die Singflut mitgewirkt.

Kleine Ausflüge in die Welt der Massenmedien unternahm die Singflut bei Rundfunk- und Fernsehübertragungen aus St.Ludwig, sowie bei der (hauptsächlich akustischen) Mitwirkung im ZDF-Film Das Wunder von Berlin. Traditioneller Programmpunkt der Singflut ist in Folge ihrer Gründungsgeschichte die regelmäßige musikalische Gestaltung der Firm-Gottesdienste in St. Ludwig.

Heute besteht die Singflut aus einem Stamm von ca. 35 aktiven Sängerinnen und Sänger im Alter von 17 bis 66 Jahren. Die Fluktuation im Chor ist recht groß, indem durch Studium oder Arbeitsplatz bedingt Mitglieder vorübergehend wegziehen oder hinzukommen, junge Eltern pausieren oder andere Eltern zusammen mit ihren herangewachsenen Kindern wieder in den Chorgesang einsteigen.

In der Zukunft möchte die Singflut einerseits ihr klassisches kirchenmusikalisches Programm pflegen und erweitern, gern auch in Zusammenarbeit mit dem Kirchenchor von St. Ludwig und mit Unterstützung des Kirchenmusikfördervereins St. Ludwig. Andererseits soll durch projektbezogene Arbeit im kirchenmusikalischen wie auch im weltlichen Bereich ein eigenes Singflut-Profil entstehen, das durch seine Vielfalt und durch seine Flexibilität bei Mitgliedern und Publikum gleichermaßen Interesse findet.

Neue Chormitglieder (insbesondere Tenöre) sind jederzeit herzlich willkommen!

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