Das „Hallelujah“ des kanadischen Song-Writers Leonard Cohen wurde als Background für zahlreiche Filme und Fernsehserien verwendet und von vielen anderen Musikern aufgegriffen und neu arrangiert. Dieses Lied, das meistgecoverte der Welt, ist zu Leonard Cohens Vermächtnis geworden. Cohen hat das Lied zuerst 1984 auf dem Album „Various Positions“ veröffentlicht und 1997 in einer neuen Fassung produziert. Es brauchte eine ganze Weile (wie die Inkubationszeit eines Virus), bis es sich verbreitete. Fünf Jahre, heißt es in einer Biographie, hat Cohen am „Hallelujah“ geschrieben, immer wieder Verse verworfen, neue gefunden. Es muss ihm ums Ganze gegangen sein.

In den Fernsehfilmen „Into the wild“, „Die fetten Jahre sind vorbei“, „Barfuss“,  „Wenn die Nacht beginnt“ und in manchem „Tatort“ und vielen anderen erklingt Cohens Melodie. Die Situationen, in denen das Lied eingesetzt wird, sind dabei vielfältig, von deprimierten Stimmungen bis zu dramatischen Finalszenen. Meist wird nicht eine von Cohens Originalfassungen, sondern eine der zahlreichen Cover- oder Instrumentalversionen anderer Musiker verwendet. Einen Ohrwurm wegzubekommen ist nicht einfach, wenn das Internet mit immer neuen Möglichkeiten lockt, noch mehr Details zu einem Lied zu erfahren.

Mitten in der katholischen Hochzeitszeremonie greift im Juli 2014 der irische Priester Father Ray Kelly zum Mikrofon und singt zur großen Überraschung der Hochzeitsgesellschaft den umgetexteten Leonard-Cohen-Song „Hallelujah“. Dieser Trailer machte das Lied für viele erst bekannt. Bei unzähligen Hochzeiten und Taufen erklang es schon, mit eigens geschriebenen zum Anlass passenden Texten.

Damian und ich haben es schon einmal zweckentfremdet, als wir P. Clemens im August 2014 verabschiedeten und dazu einige lustige Strophen verfassten. Nun liegt das „Hallelujah“ auch mit einer zur Corona-Pandemie passenden besinnlichen Fassung der Kölner Sängerin Bernice Ehrlich vor. Lassen Sie sich dieses Lied nicht entgehen!

Viel Freude und Besinnung beim Zuhören und Genießen wünscht Ihr P. Maximilian